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Schloss Rosenau

Schloss Rosenau

Schloss Rosenau"Hier lässt es sich schön leben", dachte sich Herzog Ernst I., weshalb er Schloss Rosenau zu seiner Sommerresidenz auserkoren hat.

Marmorsaal

MarmorsaalDer Marmorsaal im Erdgeschoss ist bemerkenswert gut erhalten. In diesem dreischiffigen Kreuzgratgewölbe fanden früher Hofbälle in "altdeutscher Tracht" statt. Hier wurde auch der junge Prinz Albert am 19. September getauft. Heute sind Trauungen im Marmorsaal des Schlosses Rosenau möglich, außerdem finden regelmäßig Sommerkonzerte statt.

Bibliothek

BibliothekDie Bibliothek ist ein elfeckiger Raum, der einst komplett holzvertäfelt war und direkt an den Marmorsaal angrenzt. Später wurde der Raum in eine russisch-orthodoxe Kapelle umgewandelt, diese ist aber heute wieder in den ursprünglichen Ausstattungs-Zustand einer Bibliothek zurückverwandelt worden.

Ruine

RuineDie Ruine von Schloss Rosenau war früher ein Turm der alten südwestlichen Ringmauer. Als dieser verfiel, erhielt man jedoch die Reste des Turmes im Sinne der Romantik als Ruine.

Wirtschaftsgebäude

WirtschaftsgebäudeDer Aufgang zum Schloss führt Sie an den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden vorbei. Neben der Wagenremise, einst für die Kutschen der Besucher, finden Sie dort auch einen kleinen Brunnen und die ehemaligen Stallungen. Diese wurden im Jahr 2002 grundlegend renoviert, an einer rund zwei Quadratmeter großen Stelle im Kassenbereich können Sie das historische Ziegelpflaster, gut geschützt unter einer Glasplatte, erkennen. Seit 2003 beherbergt das Gebäude die Kasse, den Museumsshop und ein kleines Bistro.

Geschichte

Der Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld ließ das im Kern mittelalterliche Schloss Anfang des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil umgestalten. Sein Vater, Herzog Franz Friedrich Anton, erwarb 1805 den alten Rittersitz der Herren von Rosenau- und die wiederum hatten das Schloss seit 1451 besessen. Beim Umbau seines geliebten Schlosses ließ Ernst I. im Parterre die Wandmalereien erneuern und das darüber liegende Hauptgeschoss geschmackvoll ausstatten. Die prächtigen Lüster aus Holz gehören zu den am meisten bestaunten Einrichtungsgegenständen dieser Räume. Der Herzog ließ sie ebenso wie die Spiegel und Möbel in Wien anfertigen. Dort war er 1814/15 Teilnehmer am berühmten Wiener Kongress, der nach den Napoleonischen Kriegen eine politische Neuordnung in Europa brachte. Bei Ihrem Rundgang durch Schloss Rosenau können Sie übrigens einen runden Marmortisch bewundern: ein Geschenk von Fürst Metternich, dem führenden Kopf beim Wiener Kongress. Doch genug von Politik und Geschichte! Schloss Rosenau war nicht geschaffen worden, um hier Fragen der europäischen Grundordnung zu erörtern. Die Sommerresidenz - das "Ferienhaus der Herzöge" - diente vornehmlich der Erholung ihrer Bewohner und Besucher. Zur Entspannung der fürstlichen Familie trug natürlich auch der englische Landschaftsgarten bei, dessen Gestaltung mit romantischer Felsengrotte und Turniersäule ebenfalls auf Ernst I. zurückgeht. Auf die Frage, wie man sich herrschaftliches Ausspannen im 19. Jahrhundert vorzustellen habe, erhält der heutige Besucher des Schlosses eine anschauliche Antwort. Biedermeiermöbel, denen man sowohl klassizistische als auch neugotische Einflüsse ansehen kann, lassen keinen Zweifel daran, dass die Hausherren ein ausgeprägtes Gespür für eine moderne Inneneinrichtung besaßen. Aufwändig gestaltete Parkettböden (für jedes Zimmer ein anderes Muster!) sowie farbenfrohe Wand- und Deckenanstriche verleihen den Räumen eine ganz und gar museumsuntypische Leichtigkeit, die sich manch ein Besucher auch für das eigene "Ferienquartier" wünschen mag. Man könnte fast meinen, der Herzog habe soeben seine Räumlichkeiten für einen anregenden Spaziergang durch den Park verlassen - und gleich kehrt er zurück... Dass es überhaupt möglich ist, dem Besucher das Schloss in einem authentischen Zustand zu präsentieren, haben wir der englischen Queen Victoria zu verdanken. Sie hatte nämlich von den meisten Räumen Aquarelle anfertigen lassen, die als Vorlage für die Restaurierung dienten und noch heute in Schloss Windsor hängen. Die Majestät weilte oft mit ihrem Gemahl Prinz Albert auf Schloss Rosenau. Der Sohn des Schlossbesitzers Herzog Ernst I. wurde hier 1819 geboren, seine prachtvolle Wiege gehört zu den Attraktionen der Sommerresidenz. In den Aufzeichnungen der Queen, die auch nach dem frühen Tod des Prinzgemahls die Rosenau mehrfach besucht hat, finden wir ihren berühmten Ausspruch: "Wäre ich nicht, was ich bin, hätte ich hier mein wirkliches Zuhause."

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